Long-QT-Syndrom: zu vermeidende Medikamente

Es gibt zahlreiche Medikamente, die das QT/QTc-Intervall verlängern können. Diese Medikamente dürfen von Patienten mit einem QT-Syndrom der verlängerten QT-Dauer nicht eingenommen werden, da die Neigung zum Auftreten bedrohlicher Rhythmusstörungen zunehmen kann! Den Fall, dass dann in diesem Zusammenhang eine Medikamentenbehandlung unmöglich wird, gibt es nicht.  Alternativen (d. h. Medikamente, die das QT/QTc-Intervall nicht beeinflussen) gibt es immer.

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Im Internet steht eine frei zugängliche Datenbank zur Verfügung, die ausführlich über solche Medikamente informiert. Sie findet sich unter www.crediblemeds.org (ehemals www.torsades.org). Pro Monat erhält die Site mehr als 50.000 Anfragen.

 

Die Suchseite, auf der das zu prüfende Medikament direkt eingegeben werden kann, findet sich unter www.crediblemeds.org/drugsearch. Eine App ist ebenfalls verfügbar. Prof. Dr.  W. Haverkamp ist Mitglied des Advisory-Boards von CredibeMeds.

 

Die in der Datenbank aufgenommen Medikamente werden unterschiedlichen Arrhythmierisiken zugeordnet. Neben eindeutigen Fällen finden sich auch Medikamente aufgeführt, bei denen weniger klar ist, inwieweit sie das Arrhythmierisiko bei Vorliegen eines QT-Syndroms beeinflussen.

Eine Smartphone-App hilft überall und schnell!


Es gilt die Empfehlung, dass bei der Verschreibung/Anwendung von Medikamenten bei Vorliegen eines Long-QT-Syndroms grundsätzlich bei CredibleMeds geprüft werden sollte, ob sich Sicherheitsbedenken bezüglich des Einsatzes des Medikamentes ergeben!


Kontakt: Prof. Dr. Wilhelm Haverkamp (w.haverkamp@kardiologie-spreebogen.de)